Rückbegleitung in die allgemeine Schule

Die ersten Tage in der Schule nach einem Klinikaufenthalt sind oft von großer Bedeutung für die weitere schulische Perspektive einer Schülerin oder eines Schülers in ihrer oder seiner Lerngruppe und im System Schule insgesamt.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedereingliederung kranker Schülerinnen und Schüler in ihre Herkunftsschulen nach einer klinischen Behandlung werden schon frühzeitig geschaffen: Um einen guten Übergang bei der Rückkehr von der Klinikschule in die Herkunftsschule zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass sich die Klassenlehrkraft, die zuständige Kliniklehrkraft, die Eltern sowie ggf. weitere Personen bereits zu Beginn und auch während des Klinikaufenthaltes über die Schülerin oder den Schüler und die jeweils relevanten pädagogischen Fragen austauschen sowie die Zusammenarbeit während des Klinikaufenthaltes sowie die Rückführung in ihrer Umsetzung gründlich besprechen.

Erfahrungsgemäß kommt es bei einem ungeplanten und unvorbereiteten Vorgehen in den Herkunftsschulen nicht selten zu teilweise gravierenden Schwierigkeiten oder in einigen Fällen gar zu einem Scheitern der Rückführung. Aufgrund der vielfältigen Einflussvariablen im Rückführungsprozess kann hier kein standardisierter Ablauf beschrieben werden. Das vorliegende Kapitel soll einige bewährte und allgemein gültige Hinweise und Anregungen zur Planung und Durchführung der Rückführung sowie zu hilfreichen Interventionen und Unterstützungsmaßnahmen in diesem Prozess geben.

Zusammenarbeit zwischen der Klinikschule und der allgemeinen Schule
Krankheitsbezogene Informationen an Mitschülerinnen, Mitschüler und Lehrkräfte
Hinweise und Anregungen zu integrationsfördernden Maßnahmen von Seiten der Schule

Wolfgang Oelsner: „Doppelspur, Einbahnstraße oder Sackgasse?“
Wege und Dynamik der Zusammenarbeit zwischen Regelschule und Klinikschule