Nachteilsausgleiche bei Schwierigkeiten im Bereich geistige Entwicklung

Pädagogische Maßnahmen

  • geeignete Sitzform in der Klasse festlegen
  • Aufbau und Pflege von Unterstützungssystemen
  • soziales Lernen
  • Lernen am gemeinsamen Lerngegenstand unter Bezugnahme curricular festgelegter Inhalte der allgemeinbildenden Schulen und der jeweiligen Förderschwerpunkte
  • Änderung des individuellen Stundenplans (Förderstunden hinsichtlich Sprache, banale Stimulation, Motorik, Sensomotorik, Musik)
  • Festlegung individueller Zielsetzungen
  • Erstellen eines individuellen Förderplans
  • Orientierungs- und Strukturierungshilfen geben
  • differenzierte Hausaufgabenstellungen
  • individuelle Pausen / individuelle Rhythmisierungen
  • Aneignung von Lerninhalten auf der Basis der 4 Ebenen möglich:

1. Sinnlich-wahrnehmendes Lernen
(taktiles Erfassen ermöglichen, Hören, Betrachten von realen Gegenständen bzw. Situationen, Riechen, Schmecken)

2. Handelnd-aktives Lernen
(konkrete, unmittelbar handelnde Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand ermöglichen; aktive Auseinandersetzung mit der dinglichen bzw. sozialen Umwelt), Einsatz von Handzeichen / Lautgebärden

3. Bildlich-anschauendes Lernen
(zwei- und dreidimensionale Repräsentation der Realitäts-Modelle, Filme, Fotos, Zeichnungen, Skizzen, Karten, Schablonen, zusätzliche Puzzle)

4. Begrifflich-anschauendes Lernen
(vereinfachte Tafelbilder, Arbeitsblätter, Lückentexte, geringerer Umfang, Veränderung, Umformulierung), mündliche statt schriftliche Arbeitsform bzw. umgekehrt

Räumliche, personelle und sächliche Maßnahmen

  • genügend Platz zur Verfügung stellen, damit zu große Nähe nicht zwingend notwendig wird (Dichtestress vermeiden)
  • bei Bedarf mehrere Räume organisieren, um kleinere Gruppen bilden zu können
  • Raum für Rückzugsmöglichkeiten für Einzelschüler, Kleinstgruppen vorhalten
  • Einsatz von Computern mit entsprechender Lernsoftware
  • Verwendung von speziellen Tastaturen / Klaviaturen
  • Orientierung durch farbliches Hervorheben
  • Angebote für spezielle Sport- und Bewegungsanforderungen, Entspannungsmöglichkeiten anbieten
  • regelmäßige Teamberatungen und Fallbesprechungen
  • individuelle Pausenbetreuung durch Pädagogen mit sonderpädagogischen Aufgabenstellungen (PmsA)
  • erhöhten Pflegeaufwand beachten, zusätzlich Personal planen