Nachteilsausgleiche für (chronisch) kranke Schüler_innen

Pädagogische Maßnahmen

  • Kinder nach längeren Klinikaufenthalten unbedingt in der Klasse belassen
  • Sicherung eines "fließenden" Übergangs in die Regelschule (anfangs mit geringerer Stundenzahl, allmähliche Steigerung)
  • Hilfssystem installieren (Schülerhilfe, Krankenbesuche etc.)
  • Einbeziehung von Mitschüler_innen als Mentoren / Lernpaten, v.a. um Einstellung auf neue Schulsituation  zu erleichtern
  • Unterrichtsstunden zum Krankheitsbild durchführen
  • Berücksichtigung des Entwicklungsalters und der individuellen Lernmöglichkeiten bei der Einstufung in Schule / Klasse
  • differenzierte Lernanforderungen
  • möglichen unterschiedlichen Stand der Stoffvermittlung berücksichtigen
  • Differenzierung bei Bewertung und Zensierung
  • zeitweiliges Aussetzen der Zensierung in den Fächern, für die besondere Einschränkungen vorliegen bzw. in denen aktuelle Lernrückstände bestehen (v.a. in der Übergangsphase wichtig zur Erhaltung der Lernmotivation)
  • Ausgleich von mündlichen Noten durch schriftliche oder gestalterische Zusatzaufgaben gewähren
  • Ausgleich von schriftlichen Noten durch mündliche Zusatzaufgaben (z.B. Vorträge, Referate u.ä.) gewähren
  • differenzierte Hausaufgabenerteilung (nach Umfang und Inhalt) unter Berücksichtigung des individuellen Förderbedarfs
  • Möglichkeiten der Ansprache mehrerer Sinne zur Informationsaufnahme (Visualisierung der Inhalte bzw. Einbeziehung akustischer und motorischer Komponenten)
  • Verbalisieren von Handlungsabläufen als Mittel zur Handlungsregulation und Verhaltenskontrolle
  • Handlungsalgorithmen nutzen
  • genaue Arbeitsanweisungen
  • Sicherung des Aufgabenverständnisses und der Voraussetzungen für die Aufgabenlösung
  • zusätzliche Erläuterungen zu Arbeitsanweisungen in mündlicher oder schriftlicher Form, um Aufgabenverständnis zu gewährleisten
  • Arbeit mit Verhaltensverträgen und damit verbundener regelmäßiger Selbst- und Fremdeinschätzung
  • Berücksichtigung des individuellen Lerntempos
  • bei Bedarf Arbeitszeitverlängerungen / Reduzierung der Aufgabenzahl / Bereitsstellung von Ersatz- und / oder Zusatzaufgaben
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten / Klausuren durch schriftliche Themenbeschreibungen  und Eingrenzungen
  • Einstellung auf durch besondere Erkrankungen bedingten individuellen spezifischen Förderbedarf (z.B. AD(H)S, Autismus, Borderline-Syndrom, Depressionen ...)

Räumliche, personelle und sachliche Maßnahmen

  • lehrerzentrierter / lehrerorientierter Arbeitsplatz
  • Sicherung optimaler Sichtbedingugen (Tafel / Karte / Projektionsfläche)
  • Minimierung der Ablenkungsfaktoren
  • bei Bedarf individuelle Rückzugsmöglichkeiten bereitstellen
  • entsprechende Formen der Pausenbetreuung
  • längere Frühstückspausen
  • Pausen innerhalb des Schulgebäudes verbringen
  • häufige Raumwechsel vermeiden bzw. ausreichend Zeit einplanen
  • Sport als Randstunde
  • Trinken, Essen und Spritzen bei Diabetikern immer ermöglichen
  • Benutzung eines Fahrstuhls ermöglichen
  • Kühlschrank / Mikrowelle für besondere Ernährung bereitstellen
  • Wandertage und Klassenfahrten auch für (chronisch) kranke Schüler_innen ermöglichen
  • Selbsthilfegruppen nach Begleitpersonal fragen