Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Freistaates Bayern bilden die Grundlage aller schulischen Gesetze und Verordnungen. Sie finden in diesen beiden Rubriken neben dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) auch alle Schulordnungen.
In der Rubrik "Bekanntmachungen" werden konkrete juristische Aussagen zu schulischen Themen getroffen.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Schule in Bayern - Die rechtlichen Grundlagen

In Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland als Vertragsstaat zur Sicherstellung des gleichberechtigten Zugangs von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung (oder sonderpädagogischem Förderbedarf) in Grundschulen und weiterführenden Schulen verpflichtet. Das findet seine Entsprechung in einer Änderung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes vom 20.07.2011 (vgl. Amtsblatt Nr. 18 vom 27.09.2011).

Demnach ist inklusiver Unterricht Aufgabe aller Schulen (vgl. BayEUG Art. 2 Abs. 2). Erziehungsberechtigte eines Kindes mit festgestelltem oder vermutetem Förderbedarf sollen sich bei Fragen zur Inklusion laut BayEUG Art. 41 Abs. 3 an schulische Beratungsstellen wenden.

Das sind die Lehrkräfte der Regel- und der Förderschulen (insbesondere im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst), Beratungslehrkräfte und die staatlichen Schulpsychologen an den Schulen sowie die an den staatlichen Schulberatungsstellen in Bayern tätigen Beratungsfachkräfte.

Das Angebot der neun staatlichen Schulberatungsstellen richtet sich an Schüler, Eltern und Lehrer aller Schularten im jeweiligen Regierungsbezirk bzw. Zuständigkeitsbereich. Es bezieht sich auf folgende Schwerpunkte:
- Information der inner- und außerschulischen Öffentlichkeit sowie von Betroffenen
- prozessorientierte Diagnostik und Beratung bei Einschulungs- und Schullaufbahnfragen
- Beratung und Unterstützung von Schulen und Eltern im Hinblick auf inklusive Beschulung
- Fortbildungen für Lehrer, Beratungslehrer und Schulpsychologen
- Moderation bei Konflikten zwischen Eltern und Schule
- Begleitung von Schulen und Lehrern durch Supervision und Coaching
- Zusammenarbeit mit pädagogischen, psychologischen und medizinischen Fachdiensten.

Jede Schulberatungsstelle benennt auf ihrer Website einen Ansprechpartner für Inklusion. Damit soll ratsuchenden Eltern und Lehrern die rasche Kontaktaufnahme erleichtert werden.

Quelle: Inklusion und Schulberatung
Staatliche Schulberatung in Bayern