Worauf es ankommt...

Etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Schulalter leben mit einer chronischen Krankheit. Dank guter medizinischer Versorgung können die meisten von ihnen sich wie gesunde Gleichaltrige entwickeln. Doch müssen sie ihre Krankheit und therapeutische Maßnahmen, die manchmal sehr aufwändig sind, dauerhaft in ihren Alltag integrieren. In der Schule sind sie auf die Informiertheit und Sensibilität ihrer Lehrpersonen angewiesen. Lehrpersonen müssen die besonderen Entwicklungsaufgaben und Belastungen, die Kindern und Jugendlichen mit einer chronischen Krankheit gegeben sind, wahrnehmen und im schulischen Alltag berücksichtigen können.

Dazu will das ursprünglich von der Robert Bosch Stiftung geförderte (2008-2015) „Netzwerk Schule und Krankheit“  beitragen. Dieses „Netzwerk“ ist seit 2015 ein Standbein des Vereins Bildung und Gesundheit e.V. und kann somit weiterhin kontinuierlich mit vielen Einrichtungen des Bildungs- und des Gesundheitssystem im ganzen Bundesgebiet zusammenarbeiten: Einrichtungen der Lehrerbildung, Schulen, Ministerien, Verbänden, Vereinen, Kliniken, Krankenkassen und sozialpolitischen Institutionen.

Uns kommt es darauf an:

1. eine ganzheitliche Perspektive durch ressortübergreifende Zusammenarbeit zu entwickeln;

2. Ansprechpartner für die Belange gesundheitlich beeinträchtigter Kinder und Jugendlichen zu

etablieren;

3. eine an der Lebenswelt der Betroffenen ausgerichtete Unterstützung anzubieten;

4. Akteure aus dem Bereich Bildung und Gesundheit zu vernetzen.

Allen Kindern und Jugendlichen eine Chance!



Ein großes Arbeitsfeld ist die Arbeit im Netzwerk "Schule und Krankheit" unter dem Dach des Vereins "Bildung und Gesundheit e.V.". Hier organisieren wir Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer, oder sie laden uns ein. Wir bieten Schulen Wissen und Anregungen zum pädagogischen Umgang mit spezifischen Krankheitsbildern und einschlägige schulrechtliche Informationen an, entwickeln Handreichungen, stellen Unterrichtsmaterialien bereit und führen Fortbildungen zum Thema „Schule und Krankheit“ für Lehrerinnen und Lehrer durch. 2008-2011 haben wir unsere Tätigkeit auf Brandenburg und Berlin konzentriert. Seit 2012 expandierten wir in alle Bundesländer und bieten Fortbildungen und Informationsveranstaltungen an. Neu entwickelten wir Fort- und Weiterbildungsangebote für Akteur_innen aus den Bereichen Bildung und Gesundheit zu den Themenschwerpunkten Inklusion, Vernetzung, Prävemntion und pädiatrische Versorgung.  Ziel des Vereins "Bildung und Gesundheit e.V." ist es darüber hinaus, das Themenfeld in die akademische Ausbildung im Gesundheits- und Bildungsbereich mit zu integrieren.  Gerne können Sie eine unserer Veranstaltungen buchen!

Unser zweites Arbeitsfeld ist organisatorischer Natur. In Kooperation mit anderen Einrichtungen des Bildungs- und des Gesundheitssystems arbeiten wir am Aufbau udnentwickeln Grundlagen regionaler Beratungsstellen, an welchen Lehrpersonen, Therapeut_innen, Sozialarbeiter_innen und Eltern Beratung zu akuten Schulproblemen einzelner chronisch kranker Kinder und Jugendlicher erhalten können.

Unser drittes Arbeitsfeld liegt in der Schulpolitik und Schulverwaltung. Bundesweit informieren wir politisch Verantwortliche in Parlamenten und Kommunen sowie Schulverwalter in Ministerien und Schulämtern über gute Praxis einzelner Bundesländer zum schulischen Nachteilsausgleich bei chronischer Krankheit und werben dafür, dass diese Praxis in allen Bundesländern übernommen wird.

Bundesweit anerkannt ist unsere homepage bekannt als eine internetbasierte Austauschplattform für Akteure und Akteurinnen im Fortbildungs- und Beratungsbereich. Das ist Grundlage für die Initiierung weiterer Forschungsvorhaben und Evaluationen, um langfristig bessere Bildungs- und Teilhabechancen von kranken, chronisch kranken, behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen. 


Wenn Sie Fragen an uns haben, Ideen oder Informationen zu dieser Webseite beitragen oder hier einschlägige Veranstaltungen ankündigen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.